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VIRTUAL Columns in MySQL: Berechnete Spalten ohne Speicher

Statt berechnete Werte im Code vorzubereiten oder redundant in der DB zu speichern, übernimmt MariaDB/MySQL das selbst:

-- Nachträglich zu einer bestehenden Tabelle hinzufügen
ALTER TABLE orders
  ADD COLUMN gross DECIMAL(10,2) AS (net * (1 + tax_rate)) VIRTUAL;

VIRTUAL bedeutet: kein eigener Speicherplatz – der Wert wird beim Lesen berechnet. Die Alternative STORED schreibt ihn physisch in die Tabelle.

Vorteil: Kein Trigger, kein App-Code, keine Synchronisations-Fehler – die Spalte ist immer korrekt.

Index: Nutzt du die VIRTUAL Column in einer WHERE-Bedingung, lohnt sich ein Index darauf – sonst muss MariaDB/MySQL den Ausdruck für jede Zeile im Scan berechnen:

ALTER TABLE orders ADD INDEX idx_gross (gross);

Der Unterschied ist dramatisch: Abfragen auf großen Tabellen fallen damit von mehreren Sekunden auf wenige Millisekunden – bei mir von 4 Sekunden auf 80 ms. Verwendest du die Spalte hingegen nur im SELECT, ist kein Index nötig: Der Ausdruck wird erst nach dem Filtern berechnet, also nur für die Zeilen, die bereits alle anderen Bedingungen passiert haben.

Nested CSS: So benutzt du es

Nested CSS nutzt du direkt im Eltern-Block mit & für States, Klassen und Elemente.

.card {
  padding: 1rem;
  border: 1px solid var(--border);

  & h2 {
    margin: 0 0 0.5rem;
  }

  &:hover {
    border-color: var(--accent);
  }

  &.is-featured {
    background: var(--surface-highlight);
  }

  @media (min-width: 48rem) {
    padding: 1.5rem;
  }
}

Damit bleiben Elemente, Hover-State und Responsive-Anpassung direkt an der Komponente.
In manchen Fällen wird damit SCSS für genau solche Verschachtelungen obsolet.

Guard Clauses: Weniger Verschachtelung, klarere Logik

Die Idee: Prüfe Ausnahmefälle zuerst und verlasse die Funktion sofort. So bleibt alles sauber.

// ❌ Tief verschachtelt
function createInvoice(?User $user, array $items) {
    if ($user) {
        if ($user->isActive()) {
            if ($items) {
                return Invoice::fromItems($user, $items);
            }
        }
    }

    return null;
}

// ✅ Guard Clauses
function createInvoice(?User $user, array $items) {
    if (!$user) {
        return null;
    }

    if (!$user->isActive()) {
        return null;
    }

    if (!$items) {
        return null;
    }

    return Invoice::fromItems($user, $items);
}

Vorteil: Weniger Einrückung, schneller erfassbar, leichter zu testen.

Honey Pot im Formular: Spam mit einem Feld vermeiden

Spam-Formulare kommen häufig automatisch zustande. Ein zusätzliches Feld, das Menschen nicht sehen (und Bots trotzdem ausfüllen), filtert gefühlt 98 % der Einsendungen, weil du die Verarbeitung sofort abbrichst, sobald das Feld Inhalt hat.

<input type="text" name="unused" aria-hidden="true" autocomplete="off" tabindex="-1" />
[name="unused"] { position: absolute; left: -9999px; }

Serverseitig reicht ein einfacher Check: läuft da was rein? Dann verwirfst du den Eintrag und sparst dir die komplexen „I’m not a robot“-Checkboxen, das JavaScript und externe APIs.

Eleventy: schlankes SSG bei voller Kontrolle

Eleventy ist das perfekte SSG, wenn du mit Markdown, Nunjucks oder HTML schreiben willst und dir der Build nicht im Weg stehen soll. Du legst ein paar Markdown-Dateien, packst deine Assets daneben und lässt Eleventy rendern. Layouts oder Includes kannst du dazuschalten, aber sie sind optional der ganze Ablauf bleibt minimal.

Probiere es in 2 Schritten aus:

echo "Hello World" > index.md
npx @11ty/eleventy

User-Agent-Debugging mit geheimem Key

Wenn du im Frontend schnell debuggen willst, nutze einen geheimen Hash im User-Agent.

Nur wenn der Hash stimmt, gibt das Backend Debug-Infos aus (z. B. Timing, Cache-Hit/Miss, interne Steps).

$ua = $_SERVER['HTTP_USER_AGENT'] ?? '';
$token = $_ENV['UA_DEBUG_TOKEN'] ?? '';
$debug = $token !== '' && str_contains($ua, 'DevCoreDebug/' . $token);

if ($debug) {
    header('X-Debug-Info: ' . json_encode(['dbMs' => 42, 'cache' => 'MISS']));
}

Warum gut: Du erzeugst keinen Debug-Noise für normale User, siehst direkt im echten Frontend, was passiert, und kannst alles ohne extra UI-Flag aktivieren.

Wichtig: Das ist kein Security-Feature, sondern nur ein Debug-Schalter; gib keine sensiblen Daten aus und wechsle den Token regelmäßig.

WebP: Das unterschätzte Bildformat

Das Problem: WebP spart ~30% Bandbreite gegenüber JPEG, findet aber wenig Anwendung.

Warum nicht mehr Websites WebP nutzen:

  1. Unwissenheit – Viele kennen WebP gar nicht
  2. Kompatibilität-Angst – "Was wenn alte Browser nicht unterstützen?" (Fallback ist einfach!)
  3. Workflow-Trägheit – Bestehendes Tooling müsste angepasst werden
  4. Wahrnehmung – Mythos: PNG/JPEG hätten bessere Qualität (stimmt nicht!)
<!-- So easy: Fallback für alte Browser -->
<picture>
  <source srcset="image.webp" type="image/webp">
  <img src="image.jpg" alt="Fallback">
</picture>

Browser-Support: 97%+ der modernen Browser. Kein Grund mehr zu warten!

Meine Faustregel: WebP für neue Projekte, schrittweise Migration für bestehende.

If-Bedingungen optimieren: Richtige Reihenfolge spart Zeit

Die Idee: Wenn du mehrere Bedingungen mit || kombiniertst, stoppt PHP sobald eine wahr ist (Short-Circuit-Evaluation). Ordne deine Checks strategisch:

// ❌ Schlecht: Teure DB-Abfrage zuerst
if ($this->expensiveDbQuery() || $variable === '123') { }

// ✅ Gut: Schnelle Variablenprüfung zuerst
if ($variable === '123' || $this->expensiveDbQuery()) { }

Erspart dir eine ganze DB-Abfrage, wenn die erste Bedingung passt. Mit && funktioniert es genauso – auch hier sollten billige Checks zuerst kommen.

Faustregel: Billige Operationen zuerst, teure Operationen zuletzt – das gilt für beide || und &&. So einfach ist Leistungsoptimierung!

Formularverarbeitung mit Array-Namen vereinfachen

Komplizierte Formularverarbeitung? Nutze HTML-Arrays!

<!-- HTML -->
<input name="user[name]">
<input name="user[email]">
<input name="product[sku][]">
<input name="product[sku][]">
// PHP - automatisch strukturiert!
$_POST['user']['name']        // "John"
$_POST['user']['email']       // "[email protected]"
$_POST['product']['sku'][0]   // "SKU123"
$_POST['product']['sku'][1]   // "SKU456"

Vorteil: Automatische Strukturierung, kein manuelles Parsing, weniger Code.

Gold-Regel: Immer $_POST validieren bevor du es nutzt!

JSON direkt in MySQL: Flexibilität trifft Datenbank

MySQL hat Superkräfte mit JSON! Statt mühsame Normalisierung brauchst du nur:

-- Speichern
INSERT INTO users (profile) VALUES ('{"name":"John","age":30}');

-- Abfragen
SELECT profile->>'$.name' AS name FROM users;

-- Suchen
SELECT JSON_SEARCH(profile, 'one', 'John') FROM users;

-- Aktualisieren
UPDATE users SET profile = JSON_SET(profile, '$.age', 31) WHERE id = 1;

Vorteile: Kein Schema-Overhead, direkter Zugriff auf verschachtelte Daten, perfekt für halbstrukturierte Daten.

Tipp: Indexiere JSON-Pfade mit GENERATED COLUMNS für bessere Performance!

Hinweis zu MariaDB

⚠️ Achtung: Die moderne JSON-Syntax (-> und ->>) funktioniert in MariaDB noch nicht. Verwende stattdessen JSON_VALUE() für einen ähnlichen Effekt:

-- MariaDB: statt ->>
SELECT JSON_VALUE(profile, '$.name') AS name FROM users;

JSON_VALUE() ist zukunftssicher und wird auch in neueren MySQL-Versionen unterstützt.

Speicher sparen mit COMPRESS() und UNCOMPRESS()

Große Log-Dateien fressen Speicherkontingent? COMPRESS() ist dein Freund!

-- Speichern (komprimieren)
INSERT INTO logs (content) VALUES (COMPRESS('großer text hier...'));

-- Auslesen (dekomprimieren)
SELECT UNCOMPRESS(content) FROM logs WHERE id = 1;

Die Magie: zlib-Komprimierung reduziert Textdaten auf 20-30% der ursprünglichen Größe.

Idealfall: Logs, alte Artikel, Backup-Metadaten.

Achtung: Die CPU-Kosten für Komprimierung/Dekomprimierung lohnen sich vor allem bei größeren Datenmengen – bei kleinen Texten überwiegt der Overhead!